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Informationen zum Ausbildungsberuf Restaurantfachfrau/mann

Wie verläuft die Ausbildung ?

Die Ausbildung zur Restaurantfachfrau/zum Restaurantfachmann umfaßt eine dreijährige Ausbildungszeit, die in einem gastronomischen Ausbildungsbetrieb erfolgt. Parallel dazu wird an mehreren Tagen die Berufsschule besucht (siehe Frage: Wie ist der Unterricht organisiert?).Nach vorherigem erfolgreichen Besuch des Berufsgrundschuljahres Ernährung/Hauswirtschaft, Schwerpunkt Gastronomie oder einer zweijährigen Berufsfachschule ist nur eine zweijährige Ausbildungszeit erforderlich. Ferner kann die Ausbildungszeit bei vorliegender Fachhochschulreife und bei entsprechenden Leistungen auf zweieinhalb Jahre verkürzt werden. Bei einer Zweitausbildung im Bereich Ernährung/Gastronomie ist nur eine zweijährige Ausbildungszeit zu absolvieren.Nach der Hälfte der Ausbildungszeit wird eine praktische und theoretische Zwischenprüfung absolviert und zum Abschluß erfolgt die Gesellenprüfung. Diese kann bei Nichtbestehen des theoretischen, praktischen oder beider Teile bis zu zwei Mal nach jeweils einem halben Jahr Ausbildungsverlängerung wiederholt werden.

Welchen Abschluß kann ich erreichen ?

Bei Erreichen der schulischen Anforderungen wird ein Berufsschulabschlußzeugnis erteilt, das gleichzeitig den Hauptschulabschluß nach Klasse 10 beinhaltet. Bei erfolgreicher Teilnahme an zusätzlichen allgemeinbildenden Kursen (z.Zt. im Fach Englisch) kann die Fachoberschulreife erlangt werden.

Wie ist der Unterricht organisiert ?

Der Unterricht erfolgt in den drei Jahren an unterschiedlichen Schultagen. So gibt es zur Zeit im ersten Ausbildungsjahr zwei Schultage mit in der Regel jeweils 8 Stunden Unterricht, wobei im Januar unterrichtsfrei ist. Im zweiten Ausbildungsjahr wird an einem Tag unterrichtet, wobei zusätzlich eine Woche lang täglich unterrichtet wird (Projektwoche).

Im dritten Ausbildungsjahr gibt es einen Unterrichtstag im ersten Halbjahr, im zweiten Halbjahr zwei Unterrichtstage bis kurz vor Ostern und vor der Prüfung noch einmal ca. 2 Wochen einen täglichen Blockunterricht (meist vor und nach den Osterferien).

Was wird unterrichtet ?

Seit dem Schuljahr 1998/99 wird nach der Neuordnung der gastgewerblichen Berufe in landesweit einheitlichen Lernfeldern nach schulinternen Lernsituationen unterrichtet.

Erstes Ausbildungsjahr

Im FFB gibt es für die Lernfelder im ersten Ausbildungsjahr folgende Lernsituationen:

1. Lernfeld Service

1.1 Lernsituation Servicegrundlagen

1.2 Lernsituation Tagungsgetränke

1.3 Lernsituation Frühstücksangebot

2. Lernfeld Küche

2.1 Lernsituation Unfallgefahren

2.2 Lernsituation Hygiene

2.3 Lernsituation Eierspeisen

2.4 Lernsituation Garverfahren

2.5 Lernsituation Obst- und Gemüsewochen

3. Lernfeld Magazin

3.1 Lernsituation Magazinverwaltung

3.2 Lernsituation Angebotsvergleich Tischwäsche

6. Lernfeld Wirtschaftsdienst

6.1 Lernsituation Materialkunde im Wirtschaftsdienst

 

Am Ende des ersten Ausbildungsjahres werden die Leistungen in den einzelnen Lernfeldern mit drei Zeugnisnoten bewertet:

Note in Gastorientierung (Lernfeld Service)

Note in Produktentwicklung (Lernfelder Küche und Wirtschaftsdienst)

Note in Betriebsführung (Lernfeld Magazin)

Zweites Ausbildungsjahr

Für das zweite Lehrjahr sind folgende Lernfelder und -situationen vorgesehen:

4. Lernfeld Beratung und Verkauf im Restaurant

4.1 Lernsituation neue Weinkarte im Restaurant

4.2 Lernsituation Weinberatung im Restaurant

4.3 Lernsituation Fleischgerichte auf der Speisekarte

4.4 Lernsituation Drei-Gang-Menü

5. Lernfeld Marketing

5.1 Lernsituation Projekt Schautisch und Angebotsplanung

5.2 Lernsituation Planung eines neuen Biergartens

5.3 Lernsituation Förderung des Aperitifverkaufs

6. Lernfeld Wirtschaftsdienst

6.2 Lernsituation Planung, Durchführung und Kontrolle der Reinigung von Gasträumen

7. Lernfeld Warenwirtschaft

7.1 Lernsituation Fehlerhafte Warenlieferung reklamieren

 

Auch jetzt werden am Ende des Jahres drei Noten aus den Lernfeldern gebildet:

Note in Gastorientierung (Lernfeld Beratung und Verkauf)

Note in Produktentwicklung (Lernfelder Marketing und Wirtschaftsdienst)

Note in Betriebsführung (Lernfeld Warenwirtschaft)

Drittes Ausbildungsjahr

Im dritten Ausbildungsjahr heißen die Lernfelder schließlich folgendermaßen

3.1 Lernfeld Restaurantorganisation

3.1.1 Lernsituation Aufbau einer Servicebrigade

3.1.2 Lernsituation Förderung des Suppenverkaufs

3.1.3 Lernsituation Aktionswoche Fisch und Krustentiere

3.1.4 Lernsituation Saisonales 5-Gang-Menü

3.2 Lernfeld Getränkepflege und -verkauf

3.2.1 Lernsituation Ausstattung des Digestifwagens

3.2.2 Lernsituation Detusch-französisch-italienische Weinkarte

3.2.3 Lernsituation Einrichten einer Open-Bar

3.3 Lernfeld Führen einer Station

3.3.1 Lernsituation Herstellen von Heißgetränken am Tisch des Gastes

3.3.2 Lernsituation Herstellen von Speisen am Tisch des Gastes

3.4 Lernfeld Arbeiten im Bankettbereich.

3.4.1 Lernsituation 5-Gang-Hochzeitsmenü im Mai

3.4.2 Lernsituation Organisation einer Tagung mit anschließendem Festessen

3.4.3 Zusammenstellen eines kalt-warmen-Büffets

 

Im dritten Jahr gibt es ein Zeugnis zum Halbjahr und zum Schuljahresende. Die Noten aus den Lernfeldern verteilen sich folgerndermaßen:

Note in Gastorientierung (Lernfelder Restaurantorganisation und Führen einer Station)

Note in Produktentwicklung (Lernfeld Getränkepflege und -verkauf)

Note in Betriebsführung (Lernfeld Arbeiten im Bankettbereich)

Darüberhinaus wird im Laufe der Ausbildung berufsübergreifender Unterricht in folgenden Fächern erteilt: Religionslehre, Deutsch/Kommunikation, Englisch, Sport, Politik und Wirtschafts- und Betriebslehre

 

Was kann ich nach meiner Ausbildung machen ?

Nach der mit dem Gesellenbrief abgeschlossenen Berufsausbildung stehen innerhalb der Gastronomie bei entsprechendem Engagement und Flexibilität viele Wege offen.

So startet man als Gehilfe in den Bereichen Restaurant, Bankett, Bar oder Etage und kann zur jeweiligen Abteilungsleiterin/zum Abteilungsleiter aufsteigen.

Hilfreich ist es, möglichst in mehreren Betrieben Erfahrungen zu sammeln und nach mindestens achtjähriger Praxiserfahrung (einschließlich Ausbildungszeit) die Meisterprüfung als Barmeister oder Restaurantmeister zu absolvieren.

Selbstverständlich gibt es auch die Möglichkeit, zusätzlich einen zweiten gastronomischen Beruf zu erlernen und seine beruflichen Einsatzmölichkeiten dadurch zu erweitern, wobei sich dann die Ausbildungszeit bei dem Beruf Hotelfachfrau/mann auf nur ein Jahr, bei dem Beruf Koch auf zwei Jahre verkürzt.

Weitere Aufstiegsmöglichkeiten in der Gastronomie öffnen sich durch den Besuch einer Hotelfachschule, die nach mindestens vier Jahren Berufspraxis (einschließlich Ausbildungszeit) besucht werden kann und den Abschluß des Staatlich geprüften Gastronomen vermittelt oder durch den Besuch einer Berufsfachschule für Hotel und Gaststätten, die auch am Felix-Fechenbach-Berufskolleg geführt wird. Diese kann nach mindestens fünf Jahren Praxiserfahrung (einschließlich Ausbildungszeit) besucht werden und vermittelt nach zwei Jahren (vier Semestern) den Abschluß zum/zur Staatlich geprüften Betriebswirt/in - Fachrichtung Hotel- und Gaststättengewerbe. Diese Fortbildung ist die Grundlage für die Selbständigkeit im Hotel- und Gaststättengewerbe oder eine Tätigkeit im Management gastgewerblicher Unternehmen oder verwandter Branchen.

Wer im Besitz der Fachhochschulreife ist, kann sich auch an einer Fachhochschule Schwerpunkt Tourismuswirtschaft zum Diplom-Betriebswirt qualifizieren.

Sieger des Wettbewerbs Schautische 2006